Kursfahrtbericht Mathe LK 206

12.-17.7.99 Fahrradtour an der Mosel von Koblenz nach Trier

[] - Ergänzungen, Erläuterungen
{} - Zusammenhanglose Einschübe

Ein erstaunlich Textdokument ward uns überliefert, das uns in schwer verständlicher Schrift, Form und Sprache von einem der wohl größten Abenteuer unserer Zeit erzählt. Um dem Problem der Schrift abzuhelfen, und jedem Zugang zu dieser einzigartigen Lektüre zu geben, mag diese erste Überarbeitung der Schrift an dieser Stelle dienen. Leset nun hier die überarbeitete Erstfassung des Manuskriptes:

 

Der Moselfeldzug  oder  die Anrheiner und die Eroberung Triers

Wir schreiben das Jahr 1999 nach Christus. Der edle Fürst zu Karlsquell beauftragte eine Truppe Auserwählter mit der Befreiung des Landstriches von Koblenz bis Trier von den Mosel-Monstern. Die da waren Lady Marry-Ann, Comtessa Vanessa, Rapunzel, Miss Saigon, Katharina die Kurze, Claire die Atlantikbezwingerin (die Eldar [auf Wunsch eines Einzelnen]), Anführer Graf Zahl, Sir Edelgard, Lord Casimir der Grausame, Baron von Schröderhausen (der Kinderfresser), Sir Kujus der Kojote, Baron von Tscheja I. der Unbeugsame, Holger zu Richthoffen der Krieger, [als geistlicher Beistand] Bruder Tak und schließlich meine Wenigkeit Angelius der Seher, Poet und Schreiberling.

Als erstes bestiegen wir unseren magischen Transporter, eine fliegende Schlange [Zug], die uns bequem nach Koblenz brachte. Unter großen Mühen mussten wir die scheuenden Rösser [Fahrräder], mit denen wir von Koblenz aus den Feldzug starten wollten, in die Schlange laden. [Unsere Räder standen in einem extra angehängten ausrangiertem Personenwagen in dem Gang!] Bruder Tak war wieder am Schlafen, während im hinteren Teil der Schlange stärkender Zaubertrank für die Krieger ausgeschenkt wurde [Von der DB wegen den Umständen (Wagen usw.) spendiert]. Koblenz wurde im Sturm erobert. Nachdem wir die Stadt niedergebrannt hatten, weil man uns nicht angemessen bewirtete, verließen wir sie in Richtung Cochem. Das Ross von Miss Saigon musste unterwegs neu beschlagen werden. [In Cochem:] Nachdem Graf Zahl die Cochemer in zähen Verhandlungen dazu überredet hatte zu kapitulieren, richteten wir uns ein [in der Jugendherberge]. Erschwerend kam hinzu, dass wir all unsere Bediensteten erschlagen mussten. So mussten wir selbst Hand anlegen. {Baron von Schröderhausen wollte hinzufügen: Angelius zu Edelgard: "Wenn du schon keinen Damenbesuch kriegst, musst du die Damen besuchen."} Das Abendessen wurde bei den versagerischen Italienern "La Baia" eingenommen. Jeder bekam, was er nicht wollte (Chaos bei der Bestellung, aber gute Küche). Wir stiegen noch zu einem heiligen Spähpunkt ["kleiner" Berg in Cochem], um von dort nach Mosel-Monstern zu suchen. Doch fanden wir keine.

Am nächsten Tag zogen wir auf nach Bernkastel. Auf dem Weg dorthin eroberten wir eine Einrichtung zur Gewinnung von Energie, welche uns die strategisch wichtige Möglichkeit gab, den Fluss zu "unterqueren" (ohne Brücke!) [Besichtigung des Moselkraftwerkes Fankel und der Schleuse]. Als wir weiter ritten, setzten uns die Mosel-Monster arg zu. Heftigste Unwetter brachen hernieder und der Regen hätte uns fast weggespült. Dann brach sich mein Pferd noch die Hinterbeine [Acht im Rad]. Es lahmten auch noch weitere Pferde [bzw. Reiter], und der Moselfeldzug wäre fast gescheitert. Doch einheimische Magier und Handwerksmeister boten alle Kräfte auf, um uns zu unterstützen, das Land vom Bösen zu befreien. Man baute für die angeschlagenen Reiter einen magischen Transit nach Bernkastel [Fahrradbus, der gerade mal zwei Fahrräder mitnehmen wollte]. Alle anderen waren dazu verdammt, die restlichen 50 km im Galopp zurückzulegen. In Bernkastel angekommen galt es, die auf steilen Felsen gelegene Burg [Jugendherberge] zu erobern. Als alle, auch die (kleine Gruppe), die nicht den magischen Transit sondern den Weg durch ein Dimensionstor, das die Strecke um die Hälfte verlängerte, gewählt hatten, angekommen waren, bezwangen wir die Burg und vertrieben das Böse. Lediglich ein Mosel-Monster [Herbergsmutter] hatte sich gehalten, und es ließ sich trotz stundenlangem Auf-es-Einschlagens nicht töten.

Am nächsten Tag gelang es einem Handwerksmeister mit Hilfe eines Magiers [sehr hilfsbereiter Zivi der Jugendherberge, ohne dessen Auto das Unternehmen zu Scheitern verurteilt gewesen wäre] die Hinterbeine meines Rosses wiederherzustellen, so dass es trotz einiger Probleme wieder lauffähig war [nur im dritten Gang!]. So ritten wir weiter. Wo wir ritten, verschwanden alle Schatten und es breitete sich Glückseligkeit aus. Die Unwetter verzogen sich und die Sonne sandte ihre Strahlen zu uns herunter. So von den Göttern begleitet gelang die Eroberung Triers im Sturm. Keiner hatte mehr Zeit sich zu wehren, so schnell besetzten wir die Stadt. Nachdem wir uns einen Palast bauen ließen (mit Dusche auf dem Zimmer) [Jugendherberge], hatten wir noch drei Tage Zeit, die Stadt von allem Übel zu befreien. Doch das war keine einfache Aufgabe, da wir bereits feststellen mussten, dass wir teilweise schon unterwandert worden waren. So wurde der unbeugsame Baron von Tscheja zum Mosel-Monster, während wir den heiligen Spähposten in Cochem aufsuchten; doch ließ er sich durch die überlegene geistige Macht unserer Truppe schnell von seiner Besessenheit erlösen.

Hartnäckiger hielt sich die Mörder-Besessenheit [Mörder-Spiel, das wir die gesamte Kursfahrt über spielten], die zuerst die Atlantikbezwingerin Claire ergriff, die daraufhin fast die ganze Truppe in den virtuellen Tot stürzte, bis es endlich dem unbeugsamen Baron gelang, sie und alle Toten zu erlösen. Doch scheint wieder jemand besessen zu sein. Während diese Zeilen verfasst wurden rastete Edelgard gerade aus. Er versuchte möglichst viele Frauen in unserem Zimmer zu fangen, war aber nicht sehr erfolgreich. Lady Mary-Ann, Rapunzel und Comtessa waren wieder geflohen. Für diesen Tag blieb nur noch der Auftrag der Vernichtung von speziell dazu vorgesehenem Bier. {Bruder Tak: Comtessa Vanessa: "Bei Björn gibt es viel zu fummeln" [gemeint waren natürlich die Haare]; Miss Saigon: "Ich finde Kathrin (F.) geil"} {Hofi: "Bist du een von de Lüt von de annan Kant?" Carsten: "Weiß ich jetzt noch nicht."; Hofi: "Carsten, dürt ik di up te kopp schieten?" Casten: "Jo, Hofi. Geht klar!"}

Am darauf folgenden Tag (vierter Tag des Feldzugs und somit erster der drei Tage in Trier) betrachteten wir Trier aus Sicht von Touristen [Stadtführung], wobei uns unsere Rüstungen sehr schwer wurden. Dann eroberten wir eine Sektkellerei. Wir wurden gut und ausgiebig bewirtet, nachdem wir die Leute befreit hatten.

Am Tag darauf (fünfter Tag des Feldzugs und zweiter der drei Tage in Trier und somit auch vorletzter Tag des gesamten Feldzugs) befreiten wir eine Akademie [Besichtigung der Universität Trier], einen Weinberg und einen Weinkeller, in dem wir auch etwas von dem vergammelten Traubensaft tranken [Weinprobe]. Bruder Tak bestieg dann die fliegende Schlange, im Glauben, dass alle Arbeit getan sey. [Er musste einen Tag eher nach Hause.] Der Rest bereitete dem gemeinen Volke noch eine Freude, indem wir ein Theaterstück aufführen ließen ["Amphitryon" in den Kaiserthermen]. Später fanden wir in einem Keller noch eine Tafel, an der wir uns bewirten ließen. Dort verbrachten wir noch ein paar Stunden und legten uns erst spät zur Ruhe. Unser Triumph war vollkommen. Trier war befreit, der Schatten war von der Mosel gewichen und in den letzten Tagen wurden kaum noch Mosel-Monster gesehen.

So beschlossen wir [am folgenden Tag (der sechste und letzte des Feldzugs)], wieder die fliegende Schlange zu besteigen und zu den heimischen Gutshöfen und Palästen zurückzukehren. So endet nun der Bericht von einem Feldzug der mit seinen edlen Heldentaten und selbstlosen Befreiungsaktionen nicht nur der Truppe heldenhafter Streiter, sondern auch nicht zuletzt den Fürsten zu Karlsquell im gesamten Land endlosen Ruhm einbrachte.

Hinzugefügt/Zitate:
B. Schröderhausen: Phuong zu Kersten: Wir lästern nicht über dich. Wenn das gegen dich wäre, hätten wir das laut gesagt.}
Es bleibt zum Schluss noch zu sagen, dass Phuong unser Kolonnenstopper bzw. Bremsklotz war!

Namenaufschlüsselung:

Graf Zahl

Herr Westrup

Lady Marry-Ann

Kathrin F.

Comtessa Vanessa

Vanessa V.

Rapunzel

Hanna W.

Miss Saigon

Phuong D.

Katharina die Kurze

Kathrin W.

Claire die Atlantikbezwingerin

Claire

Sir Edelgard

Arne F.

Lord Casimir der Grausame

Carsten P.

Baron von Schröderhausen (der Kinderfresser)

Christian S.

Sir Kujus der Kojote

Daniel K.

Baron von Tscheja I. der Unbeugsame

Markus T.

Holger zu Richthoffen der Krieger

Holger F.

Bruder Tak

Kersten L.

Angelius der Seher, Poet und Schreiberling

Björn K.

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