Hier findet Ihr Material, welches aus verschiedenen Gründen nicht in der gedruckten Version der Abizeitung erschienen ist. - denn eine Abizeitung hat eine begrenzte Anzahl an Seiten, eine Internetseite nicht -

Der Lehrerkommentar von Herrn Heinz zum Bio-LK 416

Die vergessenen Huldigungen

Gedanken eines Schülers während der Abiturprüfung

17. Mai - Der Tag danach

Jolly-Abend


Wir danken:

- Frau Jansen, weil sie uns zweimal die Schranke geöffnet hat,

- Herrn Rojahn für die Bereitstellung des Redaktionsraumes im B-Gebäude-Keller, sowie eines Ortes, der die Gegenstände jenes Raumes aufnehmen konnte (Heizungskeller).

- dem neuen Direktor Hamacher für sein Vertrauen, der Redaktion auch mal den Schulschlüssel zu überlassen,

- dem Hausmeister Schulte für sein unermüdliches Beschaffen von Energie (Strom) im Keller, sowie auf dem Schulhof, seine Kabeltrommeln, und besonders für das Austauschen der Schließzilinder beim Abiumzug, uvm.,

- dem Koordinator Rüdig für Rat und Tat.

- dem Sekreteriat für die coolen Sprüche.

- alle unsern Lesern, dass sich niemand an der mangelhaften Rechtschreibung stört (vor allem Sebastian Stöer, tut uns leid).

Unser besonderer Dank gilt unserem ständigen Unterstützer, Herrn Otten, dafür, dass er uns tatkräftig bei der Realisierung des Abiumzugs geholfen hat, sogar mit Trecker unsere Hütten holte, des Weiteren dem Koordinationsausschuss unter die Arme gegriffen hat und die Archivierung der Abizeitung sicherstellte (und dafür, dass er uns erinnert hat, noch einigen Leuten zu danken).

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Sehr geehrter Herr Hamacher,

An dieser Stelle möchte ich Ihnen herzlichst danken für die vielen Stunden Spaß, die Sie uns bereitet haben! So wurde es uns freundlicherweise vergönnt, an einer Fahrradinspektion teilzunehmen, bei der sämtliche Fahrräder von uns (18-jährigen!) überprüft wurden und bei Beanstandung später vom LK-Lehrer (!) persönlich abgenommen werden sollten. Um den Spaß perfekt zu machen, durften wir das Ganze in der vorletzten Stunde vor der LK-Abivorklausur genießen, wo natürlich kein LK nichts lieber getan hätte, als (natürlich total unwichtige) Wiederholungen und Übungen zur bevorstehenden 6-stündigen Klausur zu verpassen!

Eine weitere tolle Aktion von Ihnen war die Abiinformation im Februar, die natürlich wesentlich unwichtiger war als die Fahrradkontrolle, und deshalb am unterrichtsfreien Nachmittag stattfinden musste, damit auch bloß kein Unterricht ausfiel. Darüber freute sich vor allem der Mathe-LK, der am darauffolgenden Tag seine LK-Klausur schrieb, die 1/10 der Abiturnote (!) ausmachte, und somit noch mehr Zeit sinnlos (bzw. tatenlos) verbrachte (hier sei bemerkt, dass Kindergartenphilosophie damit gar nichts zu tun hat!). Neues haben wir an dem Nachmittag sowieso nicht erfahren.

In diesem Zusammenhang noch ein Dank an Sie: Das 13er Jahrgangsfoto, welches traditionsgemäß vor der Residenz gemacht wird, sollte wegen Vollständigkeit der Schülerschaft und außerdem lichttechnischen Aspekten (Sonne!) vormittags gemacht werden. Auch das wurde uns von Ihnen verweigert. (Sie sind ja soo um uns besorgt gewesen, wegen einer Stunde Grundkursunterricht, der hätte ausfallen müssen (siehe Fahrradinspektion!).) An dieser Stelle möchte ich Herrn Hesel für seine langjährige Unterstützung danken, da unsere Vorgänger-Jahrgänge diese Möglichkeit hatten!

Man könnte natürlich noch viele andere Verdienste aufführen, aber belassen wir es dabei.
Danke!!!

(PS.: Nichts für Ungut!)

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Gedanken eines Schülers während der Abiturprüfung:

Mann o Mann, krieg dich ein Junge, du schaffst das schon ... Was soll das? Hat der Typ `nen Knall?! Das darf der mir doch nicht antun! Das habe ich nie kapiert. Ach was soll´s, ist ja nur `ne Abiklausur ... Ja, `ne Abiklausur! Genau! Scheiße! Das sitzt man und paukt die ganze Zeit für diese Klausur, und dann kommt sowas dran! OK, fange ich mal an ... Nein, doch nicht. Erstmal `nen Keks essen. Vielleicht geht´s danach ja besser.
[Eine Packung Kekse später...]
Oh Gott, ist mir schlecht. Anscheinend Lampenfieber ... oder die Kekse! Wo ist hier der Ausgang! Ich will raus! Hey Leute, warum schreibt ihr denn so eifrig? Wir haben doch noch ... 4 Stunden Zeit! Shit, nur noch 4 Stunden, und ich habe die ganze Zeit nur meinen Kuli angeglotzt! OK, mach´ ich mal was anderes ... aus dem Fenster schauen. Nein! Lies dir die Aufgaben noch mal durch und fang´ endlich an! So schwer wird´s auch nicht sein. Schließlich hat man alles schon mal im Unterricht durchgenommen ... irgendwann mal! Bingo, ich weiß es, ich weiß es!! Warum glotzt mich der Pauker jetzt so blöde an? Hat der nichts besseres zu tun? Hey, jetzt habe ich den Faden verloren! Der hat gut reden ... sitzt da vorne und liest gemütlich Zeitung und trinkt entspannend Kaffee, während ich gerade meine letzte und wichtigste Klausur verpatze. Mann, dem zeig´ ich´s jetzt mal! ...bla, bla, bla ... es geht doch! Aber ... was ist das? Nachdenken, los, denk nach! Aha, irgendwo habe ich das auch schon mal gesehen ... Bingo! Es klappt doch! Komm schon Gehirn, nur noch dieses Mal musst du dich an diesen Mist erinnern, den du die ganzen Jahre eingeprügelt bekommen hast!
[3 Stunden später...)
Nur noch eine Aufgabe, boah! Hey, ihr da, warum steht ihr denn schon auf? Fertig, oder was? Scheiße! Könnt ihr nicht sitzen bleiben und warten anstatt hier eine allgemeine Unruhe zu verbreiten?! Hey, das ist mein Abi! Bleibt sitzen und seid leise! Ruhe da hinten! Bloß weiterschreiben! Lass dir dein Abi nicht versauen. Ooooh, ich muss aufs Klo ... aber doch nicht jetzt! Locker bleiben! Nur noch eine Aufgabe.
[etwas später...)
Nein, ich muss nur noch einen Satz schreiben... Bin gleich fertig! Weg da, Pauker, du nervst! OK, OK, bin ja schon fertig! ... GESCHAFFT und KO ... und wie! Aber jetzt erst mal aufs Klo!

An alle, die ihr Abi noch vor sich haben: Keine Angst, ganz locker bleiben und nicht nervös werden!

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17. Mai - Der Tag danach

Endlich war es soweit. Der 17. Mai 2000 war da, der Tag, an dem die letzten mündlichen Prüfungen mit der Bekanntgabe der Noten um halb sieben ihr wohlverdientes Ende fanden. Das hieß für den bedauernswerten Rest von uns, der leider erst am Mittwoch dran war, nun auch endlich "FEIERN"!! Natürlich gab es im Gegensatz dazu auch die Leute, die schon seit Montag der Titulierung "Los Dauer-Dichtos" alle Ehre machten!
Mittwochabend nun aber fanden sich nach und nach zwischen 40 und 50 frischgebackene "Abiturienten" auf der Schülerwiese ein, um den Tag mit einem kleinen Umtrunk ausklingen zu lassen. Auch Maristen und BBZ-ler waren mitten unter uns. In Windeseile wurden Sekt- und Weinflaschen, Bierdosen und Zigarettenschachteln geleert und um 19:46 Uhr fand dann das erste Flunkyballspiel statt in einer sehr ungerechten Konstellation: vier Frauen (Rosko, Katja, Rebecca und Christina) contra sechs Männer (Matze, Gerd, Niels, Timm, Ludger und Eike). Es wurde verdammt spannend. Nachdem Rosko die Mädels durch ihre ersten Treffer in Führung gebracht hatte, erzielte Gerd kurze Zeit später den Ausgleich. Dann aber der Lichtblick: Rebecca traf, und Christina war die erste der Mädels, die fertig war. Durch den unmittelbar darauffolgenden Gewalttreffer von Katja schien der Triumph auf Seiten der Mädels sicher. Diese hatten sich aber augenscheinlich entschlossen, auch noch den Schaum aus den Dosen zu trinken, so dass das Endergebnis durch Niels auf 3:2 gepusht wurde nund die Jungs als Sieger das Feld verließen.
Das nächste Spiel war ein absolutes Highlight in der Geschichte des Flunkyballs: Es spielten und tranken eine Eliteauswahl des Politik-LKs (Niels, Hesse, Markus R. mit Unterstützung von Cocy) gegen eine nicht minder talentierte Mannschaft des Geschichte-LKs (Gerd, Matze, Zeppi und Knut). Hierbei blieb der Geschichte-LK aber ohne Erfolg, in einer gigantischen 3:0-Dauerbombardierung durch Niels, Markus und Hesse war der Politik-LK der eindeutige Sieger des Duells. Zur Info: Der Politik-LK hat in Rom auch schon stets gegen den Geschichte-LK gewonnen.
Ein weiteres Spitzenspiel folgte auf dem Fuße; nennen wir es "Weimar gegen Rom". Die Weimarer Mannschaft (Ulli, Katja, Sonja, Kirsten, Nina und Birte) spielte hervorragend gegen die Rom-Mannschaft (Zeppi, Matze, Gerd, Ludger plus Timm und Christina). Den ersten Punkt erzielte Birte, das 2:0 erfolgte im nächsten Duchgang durch Kirsten, und beim Stand von 3:0 durch Ulli hatte Rom keine Chance mehr, zumal Katja, Kirsten und Sonja bereits fertig waren. Nina beendete das Spiel dann mit einem 4:0 - ein eindeutiges und vielsagendes Ergebnis.
Es folgten noch weitere Spiele und weitere leere Dosen und Flaschen. Diese wurden von uns aber alle eingesammelt und entsorgt. (An dieser Stelle einen schönen Gruß an Herrn Rüdig!)
Zu guter Letzt erwartete uns dann eine super Fete im Rockpalast (danke an die 12er!!), wo wir weiterhin ausgelassen und fröhlich tranken, feierten und tanzten! Details zu dieser Fete werden in der Öffentlichkeit nicht breitgetreten und sind nur gegen ein ordentliches Schmiergeld zu erfahren!

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Jolly-Abend

Wieder mal Samstagabend. Ich bin noch total geschafft von Freitag, der wieder mal tierisch stressig war, obwohl ich eigentlich gar nicht so viel getrunken habe. Wie auch, denn die netten Landwirte, die junge durstige Frauen sonst immer mit Getränken eindecken, mussten wohl früh ins Bettchen, da sie am nächsten Tag die Schäfchen auf die Weide führen müssen. Ich habe mal wieder keinen Plan, wo ich jetzt noch billig Alkohol herkriegen will. Und zu allem Überdruss werde ich auch noch dazu überredet, mit meinen Mädels ins ... zu fahren. Was bleibt mir also noch anderes übrig, wenn ich den Abend nicht allein mit meinen Donald Duck - Comics verbringen will?
Mir bleibt nur Zeit 2 bis 3 geschnorrte Bierchen zu trinken, denn wir müssen ja unbedingt vor 0.00 Uhr da sein, weil ja Abifete ist. Zwar sehe ich in dieser Begründung eine gewisse Absurdität, aber bevor ich mich dazu äußern kann, werde ich auch schon auf mein Fahrrad gehievt. Die Mülltüte mit den leeren Dosen in der Hand, hechele ich nun meinen Mädels hinterher, die quietschvergnügt in einem Tempo à la Tour - de - France durch ganz Dunkelesterfeld zur nahegelegenen Diskothek sprinten.
Unzählige Lungenembolien später sind wir dann endlich angekommen. Nachdem ich mich auf arschglatter Strasse fast auf die Fresse gepackt und mein Fahrrad durch immense Scherbenhaufen getragen habe, stehe ich jetzt vor der Kasse. Kurz darauf werden mir auch schon 5 Deutsche Mark von einem gierig grinsenden Typ abgeknöpft. Doch zum Aufregen bleibt mir gar keine Zeit mehr, denn hinter mir drängelt sich schon eine Horde 15-jähriger Ischen vor. Hatte ich nicht gerade noch einen Zettel mit der Aufschrift "Wir beachten das Jugendschutzgesetz" gesehen? Nein, muss wohl ein Versehen gewesen sein.
Brutal meiner tiefsinnigen Gedanken entrissen, schleift einer meiner Mädels mich auch schon zur Theke. Dort angekommen, darf ich dann trotz meines gigantisch hohen Alters - das hier anscheinend niemanden kratzt, wie man an meinen blauen Flecken erkennen kann, die ich mir beim Gewaltmarsch durch die Menschenmenge geholt habe - 15 min warten, bis jemand meine Bestellung aufgenommen hat. Jetzt könnte man eigentlich meinen, dass das Bier sofort kommt. Jedoch ist die jeweilige Auslegung des Wortes "sofort" so relativ, dass es zum Himmel stinkt. Für mich z. B. bedeutet "sofort" prompt, gleich, in Kürze oder in einer Minute. Für das Thekenpersonal hier scheint "sofort" eine halbe Ewigkeit zu heißen. Die Wartezeit vertreibe ich mir damit, die Leute zu beobachten. Neben mir steht ein bildhübsches junges Mädchen mit strohblonden Haaren und einer in 1000 Farben blendenden Paillettenjacke. Blitzartig dreht sie sich auf einmal um und kreischt lauthals los. Immer noch kreischend fällt sie Sekunden später einem etwa gleichaltrigen Mädchen in die Arme, die mindestens genauso hoch und laut quiekt wie die erste. Ich kann Brocken wie: "Da bist du ja" und "ist das geil, dich zu sehen" vernehmen. Wie süß, denke ich bei mir, zwei Freundinnen, die sich längere Zeit nicht sahen, haben sich wieder. Doch während ich vor Rührung noch in Gedanken schwelgte, schreit da auch schon jemand: "Zwei fuffzig!!!!"...
Hey, mein Bier ist da! Vor Freude ganz benommen, bezahle ich das Bier und taumele in Richtung Tanzfläche, wo gerade Melissa Etheridge mit "The way I do" gespielt wird. Na, endlich mal ein Lied, das keiner kennt. Horden von vom Jugendschutzgesetz ungestraften Jungs und Mädels robben auf der Tanzfläche rum und balzen sich gegenseitig an. Sehr amüsant, vielleicht kann man sich da als alte Omma noch etwas abgucken.
Kurz darauf bittet mich meine Freundin, mit ihr auf die Toilette zu kommen. Damit wir auch bloß wieder das allseits bekannte Klischee erfüllen. Als wir dann nach langem Hin- und Hergeschaukel endlich das WC erreichen, treffe ich die Hübsche mit der Paillettenjacke wieder. Sofort steigt erneut ein Gefühl der Rührung in mir auf. Meine Freundin verrammelt sich derweil in einer Toilette, die sie auf der Suche nach Klopapier zu der Ihrigen deklariert hat. Ich lehne mich wartend an die Fliesen, als mitmal ein wohlbekanntes Geschrei an meine Ohren tönt. Ich spähe um die Ecke und sehe die Pailletten-Tussi mit der gleichaltrigen Freundin von vorhin, wie sie sich erneut gegenseitig in den Armen liegen. Die Wortfetzen, die ich diesmal vernehme, unterscheiden sich in keinster Weise von denen von gerade. Oder ist es schon eine halbe Stunde her? Oder ist es "sofort" her?
Darauf erst mal ein neues Bier. Und irgendwie bleibt es nicht bei dem einen. Viel später werde ich gefragt, ob es nicht absolut spaßig hier ist. Ich weiß nicht, irgendwie ist mir sauheiß, alle 15 Minuten renne ich aufs Klo und gesessen habe ich seit 3 Stunden nicht mehr. Aber trotzdem antworte ich wie aus der Pistole geschossen: "Ja, echt geil hier!"... was bedeutet ~ Ich habe zuviel getrunken, nu isses offiziell.
Ehe ich noch mehr Stuss rede, verabschiede ich mich von meinen Mädels und mache mich auf den Weg zu meinem Fahrrad. Als ich mich gerade graziös auf mein Bike schwinge, höre ich in der Ferne noch dieses wohlvertraute Kreischen. Und während mir das Funkeln der Paillettenjacke noch den Weg erleuchtet, freue ich mich auf mein warmes Bettchen und meine Donald Duck - Comics.

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