Abiurlaub

Nach den Prüfungen stand den Abis wie in jedem Jahr der heißersehnte Abiurlaub bevor. Aufgrund der terminlichen Enge musste er in diesem Jahr vor der Ergebnisbekanntgabe stattfinden. 
Es folgen nun zwei Berichte von drei größeren Gruppen:
Mallorca
Ibiza

Es war der heißersehnte 22.05.00, als sich 21 Mädels („Sind auch Männer in eurer Gruppe erwünscht?“ -„Nein, wir sind eine Lesbengruppe!“) für eine Woche auf den Weg gen Süden machten. Unser Ziel war die Partyinsel überhaupt - Mallorca. Einquartiert am Ballermann 3 (das sagt ja schon alles!!!).
Im Hotel entdeckten wir ziemlich schnell, dass man von Zimmer zu Zimmer telefonieren kann. Fatal, selbst im Urlaub fand die Telefonitis keine Ruhe. Zur Telefonitis kam bald akuter Toilettenpapiermangel, da Verschleiß ziemlich groß (Katja/Nina: „Haste mal `ne Rolle?“). Es wurde sich dann aber auch auf andere Weise geholfen: Steffi Kl. brauchte Shakespeares „Romeo und Julia“ zum Kacken (nicht zum Abputzen ... zum Lesen...). Es kam aber noch schlimmer. Die heimischen Putzfrauen (O-Ton Katja: Juanitas) schafften es nicht einmal, die verstreuten Klamotten in die richtigen Koffer zu sortieren. Scheiß Service!
Schafften wir es mittags doch mal zum Strand (auch die erst am Frühstück-aus-der-Disco-kommenden Birte, Yvonne, Rebecca & Katja), war die Angst vor Hai-Aa ziemlich groß. Wir überwanden unsere Angst mit Hilfe unseres Schleppers Ben (Ben, der Held!) (Ben zum 20. Mal: „Wieviele Mädchen seid ihr?“ - „Wie gestern, immer noch 21!“). Er schaffte es, uns jeden Abend mit T-Shirts ins 

ROCK ISLAND zu locken, wo wir dann auch größtenteils unsere Nächte verbrachten. Zuvor stärkten wir uns mit Flunkyball - Marke San Miguel (nach drei Tagen: „Oh, das ist ja `nen Drehverschluß!“). Yvonne und Melanie bevorzugten eine etwas andere Variante, voll zu werden. Sie liefen die Ballermänner hoch und runter und ließen sich im Santa Clause, im Coco Rico, in der Ibiza Bar, etc. gepanschte gratis Cocktails ausgeben. Der Rest feierte Popcorn-, Styropor-, Konfetti- und Schaumparties und fand die Überbleibsel noch nach Tagen in seinen Klamotten („Oh, Popcorn, hat jemand Hunger?“). Der Nachhauseweg von der Disco war für Rosko und Christine eine der größten Herausforderungen. Nach zwei Stunden planlosem Umhergewandere fanden sie endlich das Hotel (Scheiß Emanzipation!). Carmen und Melanie ereilte das gleiche Schicksal. Rebecca und Katja dagegen brauchten erst gar nicht zurück ins Hotel. Sie konnten problemlos in den Wohnungen des Barkeepers und des Pizzamannes ihren gesamten Urlaub verbringen.
Fazit: Jeder Tag glich dem anderen, aber geiler Urlaub, viel Sonne und Spaß. Das große Rudelbumsen (21 allein auf Mallorca sitzende Frauen) blieb aus. Aber merke: Das ist hier kein Campingplatz.

Zitate der Woche:
Rosko und Pött: „,Juanita’ heißt das echt Putzfrau?“
Carmen: „Die Sonne scheint ganz trübe Melanie auf ihre Rübe!“
Steffi Ki. zu 2 Osnas: „Merkt ihr wie heiß ich bin?“
Im Oberbayern: Typ mit Vokuhila und Pornoleiste zu Christine: „Ich könnte stundenlang deine Haare Kämmen!“
Rosko und Christine schließen sich auf dem Balkon aus. Dazu Katja: „Ihr hättet ja irgendwo anrufen können!“
Rosko zu einem Engländer: „Wär iß se Ballermän sreeh?“

Skurrilitäten der Woche:
- Rebecca mit Filmstar verwechselt.
- Yvonne probierte wie gestreifte, durchlaufene Socken bei ihren Schwarm ankommen.
-Rosko wurde mind. 2 mal nicht als weibliches Wesen erkannt.
- Steffi M., Rosko und Elke wurden vom Ballermann 6 gekidnappt, verschleppt und entführt.
- Wenn Steffi Ki. emanzipiert ihre Meinung verkündet, dann furzt sie.


 

Ibiza - eine Insel im Mittelmeer, 1,6°Ost, 38,9°Nord. Sehr schön, vor allem für 25 Abis. Was aber taten wir dort?
Dienstag, 23.05.00: Ankunft - Erkundung
Nachdem ein Shuttlebus die eine Hälfte der Gruppe in ein hübsches, sauberes, günstiges und überaus streng geführtes Clubhotel, die andere Hälfte in einen ebenso wohl geputzten Plattenbau mit Ventilatoren auf den Zimmern gebracht hatte, ging der Urlaub los. Dieser beschränkte sich, wie vorauszusehen, weitestgehend auf Sonnenbaden, Meerbaden, Tretbootfahren, Banana-Riding, Feiern, Eincremen, Bus fahren, Stadtbummeln, Verhandeln und sinnlose Planung. Es gab bereits die ersten Koordinationsprobleme: Während A nach B wollte, und B mit C nach A wollte, wollte D, dass B und C über A nach D gehen. Die erste Zusammenkunft wurde herbeigeführt, die Grundsicherheit wurde hergestellt.
Mittwoch, 24.05.00: Strand - Burg
Die Kommunikation der lokalen Horde wurde verbessert (Dank an Bell - das Telefon war eine gute Erfindung!). Probleme in der übergreifenden Kommunikation machten komplexe Planungen erforderlich, was sich schon am Vorabend abzeichnete. Doch lässt sich bereits eindeutig feststellen, dass keiner weiß, was er wirklich will, und dass es mehr als ein Kunststück ist, so einen Haufen zu führen. Trotzdem schafften wir es, die wunderschöne Altstadt von Eivissa (Ibiza-Stadt) zu erreichen. Ihre Lage, die Befestigung und der Meerblick, außerdem eine nicht genau zu definierende Kreuzritterstimmung verhelfen ihr zu einem ganz besonderen mittelalterlichen Flair.
Donnerstag, 25.05.00: Der zweite Zyklus
Wer Spanisch nicht mag, sollte in Platja d'en Bossa bleiben, wo nur Englisch und Deutsch gesprochen wird. Dort finden wir auch den Big Whoop und einen sehr lauten (Flugzeuge, Musik), aber schönen Strand, außerdem jede Menge Kneipen und Diskos. Die Koordination und Hordenbildung machen schon Fortschritte. Langsam wird deutlich, dass sich ein sich wiederholender Tagesablauf einpendelt. Die Ereignissdichte nimmt folglich ab. So soll heute wie gestern nach dem Strand die Burg aufgesucht werden. 
Freitag, 26.05.00: Siesta Teil 1
Der heutige Tag steht im Zeichen der Ruhe und des Schlafes. Nach ausgiebiger Erholung trennen sich die Wege. Der Abend wird praktischerweise an unserem lokalen Strand verbracht. Es stellt sich aber langsam heraus, dass aufgrund mangelhafter Koordination alle wahnsinnig werden, wodurch der im Grunde sehr schöne Abend eine gewisse Würze erfuhr.
Samstag, 27.05.00 Siesta Teil 2 - Finale
Auch der heutige Tag soll unter dem Zeichen der ausgiebigen Mittagsruhe stehen. Der gesuchte Flohmarkt wird nicht gefunden. Für die abendlichen Aktivitäten entwerfen einige Leute komplizierte und ausgeklügelte Absonderungstechniken und Gruppenspaltungstheorien, um zu verhindern, dass alle zusammentreffen, da sie dann doch wieder auseinander gehen würden (jaja, der Wahnsinn fordert seinen Tribut!). Doch sämtliche Bemühungen dieser Hinsicht sind zum Scheitern verurteilt und man trifft sich beim mittelalterlichen Markt in der Stadt. Die Auswirkungen der geballten Masse entwickeln sich auch als nicht allzu dramatisch, und so gibt es doch noch den nächsten Tag.
Sonntag, 28.05.00 Siesta Teil 3 - Anfang des Endes
Am heutigen Tage, der auch in einen ruhigen Nachmittag überging, sollte für einige die Ruhe mit eine durchgehenden Schlaf bis 13h einen Höhepunkt finden. Der Nachmittag hält wieder etwas mittelalterliches bereit. Das abendliche Fressen mit anschließendem Geschlechtereiswettessen trug inzwischen die Nummer 6. Das Ende ist nahe.
Montag, 29.05.00 Nachspiel
Vereinzelt hat der Geist bereits die Insel verlassen und zerrt mehr oder weniger heftig am Körper. Der ganze Tag wird sinnvollerweise am Strand verbracht, die Nacht wie an den Vortagen durchgetanzt.
Dienstag, 30.05.00 Das endgültige Ende
Grausame Hitze. Um 12.40 war die Abfahrt angesetzt. Schnief.

P.S.: Wir danken dem Lalakasten.
P.P.S.: Wollen sie Sonnenbrille? NEIN!!! Zwei Freikarten zum Preis von einer? JAAA!!!