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Kursbericht |

Wir schreiben das Jahr 1998.
Der große Julius Caesar, erfolgreichster Chemiker aller Zeiten, manche kennen ihn auch als Herrscher des römischen Imperiums, entschloss nach zahlreichen Fehlversuchen seiner Hof-Chemiker, selbst die Formel des Zaubertranks zu entschlüsseln. Unter dem Decknamen „Dr. Dietrich Bode“ reiste er ins weitentfernte Germanien, genauer gesagt nach Meppen, um dort in einem Übungslager namens WGM die motivierten, jungen Alchimisten zu finden, die ihn unterstützen sollten. Auf dieses durchaus interessante Angebot meldeten sich Sabine Leigers, Elke Grönniger, Stefanie Mersmann, Barbara Stiller, Tobias Egbers, Stefan Bruns, Markus Horstmann, Daniel Koers und Sebastian Ströer.
Vom großen Ministerium Kultus bekamen sie einen Zeitraum von 4 Semestern zugebilligt, um in diesem die Formel zu finden. Im Sept. 98 sollte es nun endlich losgehen.
In der ersten Etappe sollten die Alchimisten schnell erkennen, dass ihr Meister der motivierteste unter ihnen war. Er setzte sofort die 10 Gebode auf:
1. Ich bin der Herr, dein Chemielehrer, du sollst keine anderen Lehrer neben mir haben.
2. Du sollst pünktlich kommen!
Dein Chemielehrer freut sich, wenn du kommst.
3. Du sollst keine Pausen machen!
4. Du sollst Überstunden machen!
5. Du sollst die englische und plattdeutsche Sprache beherrschen!
Das erhöht das Niveau.
6. Du sollst die Frage „Warum?“ nicht benutzen!
Sie ist unergründlich.
7. Du sollst dein Wissen mit anderen teilen (Biologen)!
Auch, wenn diese es gar nicht wollen.
8. Du sollst keine leichten Klausuren schreiben!
Das würde doch gar keinen Spaß machen.
9. Du sollst nicht mit deinem Nächsten reden oder im Unterricht lachen!
10. Du sollst keine Eierspaghetti kaufen!
Sie könnten Küken enthalten.
Trotz dieser erheblichen Einschränkungen versuchte die Gruppe ihrem Ziel ein Stück näher zu kommen. Nebenbei entdeckten sie zufällig einige Gesetzte und Stoffe, die für die Welt von großem Nutzen sein konnten. Sie fanden zum Beispiel heraus wie man den zeitlichen Ablauf chemischer Reaktionen bestimmt und nannten dieses Teilgebiet der Chemie „Kinetik“. Auch stellte sich in der Gruppe bald ein chemisches Gleichgewicht ein. Und damit endete schon die erste Etappe und die zweite, in der ein 10. Alchimist, Jan-Kristian Müller, auf die Gruppe stieß und ihren Sitzungen beiwohnen wollte, begann. Da dieser schon etwas erfahrener war, brauchte er an dem neuen Projekt, das erstmals an der Gruppe erprobt wurde, nicht teilnehmen. In 6wöchiger Einzelarbeit sollte nun jeder versuchen auf seine Weise der Lösung des Problems näher zu kommen. Sie erforschten den Aufbau von Zuckermolekülen, Weinsäure und anderen organischen Stoffen. Als aber auch dieses Unternehmen das Ziel nicht in spürbare Nähe rücken ließ und sie mit ihrem Latein am Ende waren, genehmigte das Ministerium Kultus eine 1wöchige Studienfahrt nach München.
Mit neuem Mut und einem neuen Mitglied, Christian Schepergerdes, machten sie sich danach auf in die dritte Etappe. Sie wandten sich einem völlig neuem Teilgebiet der Chemie zu, nämlich der Elektrochemie. Und auch wenn sie die Formel des Zaubertranks noch nicht entdeckten, so wussten sie später wenigstens wie eine Batterie funktioniert und wie man Nägel vor Rost schützen kann.
Zum großen Fest der Wintersonnenwende - oder Weihnachten, wie es heute genannt wird - gab es ein Treffen mit einer Gruppe kompetenter Kollegen, den Biologen, die diesem Problem allerdings auch eher ratlos gegenüber standen.
In der vierten Etappe musste die Gruppe zwar das Aufgeben des Mitgliedes Tobias Egbers bedauern,
war aber dennoch fest entschlossen ans Ziel zu gelangen.
Und siehe da, ihr Meister konnte stolz auf sie sein, sie entdeckten tatsächlich die Formel des Zaubertranks. Sie lautet:
A B I T U R